Ohne Wasser kein Leben - Unterstützung bei extremer Trockenheit

Feuerwehr-Kommandant Dominik Leimegger mit seinem Sohn Julian am 01.05.2026 beim Befüllen eines ausgetrockneten Teiches

Das heurige Frühjahr stand mit seinen extremen Temperatur- und Trockenperioden im Zeichen des Klimawandels …

Bereits Ende April lagen die meisten der Tümpel und Teiche im Lehrbiotop Alte Rüttenen trocken. Der Grundwasserstand war ebenfalls rekordtief. Dies gerade zu einer Zeit, wo Wasser für viele Tiere und Pflanzen lebenserhaltend ist oder die Fortpflanzung ermöglicht.

Nach der großen Hilfe noch ein Blick der Kinder auf die Tiere, denen sie geholfen hatten: Hier ein seltener Laubfrosch.

In der Not eilte die Freiwilllige Feuerwehr Gisingen – wie schon in den Vorjahren - der bedürftigen Natur zu Hilfe.

An ihrem freien 1. Mai kamen dazu extra Kommandant Dominik Leimegger und sein Kollege Manuel mit ihren Kindern ins Lehrbiotop – und dies gleich zweimal. Sie füllten gleich 3 größere Gewässer wieder auf. Somit ermöglichten sie die Fortpflanzung von Laubfrosch & Gelbbauchunke sowie das Leben von Libellen, Wasserkäfern, Vögeln und vielen mehr.

Nachdem sich mittlerweile die Amphibienbrut im Gewässer befand, legte das Wetter nochmals mit extremer Hitze und Trockenheit nach. Jetzt kämpft die kleine Zahl an Betreuern dafür, dass der Amphibiennachwuchs die „Kinderstube“ unbeschadet übersteht und im Sommer die angespannten Bestände erwachsener Tiere ergänzt. Dies in häufigen spätabendlichen und frühmorgendlichen Eimerkettenaktionen …

 

Kleine schlagfähige Truppe zeigt den Neophyten die Grenzen

 

Am Vormittag des 13. Juni dann kam eine sechsköpfige Gruppe von HelferInnen, um auch heuer wieder dem Vormarsch von invasiven Pflanzen aus fernen Ländern ins Schutzgebiet Einhalt zu gebieten.

Das Schutzgebietsteam um Dr. Richard Werner (Dornbirn), Dr. Markus Stolze und Tanja Stolze (beide Tosters) wurde tatkräftig durch Gabriele Rohregger, Barbara Harder (beide Gisingen) und Laura Stolze (Tosters) unterstützt.

Gemeinsam rupften oder mähten sie dreieinhalb Stunden lang hochmotiviert Drüsiges Springkraut. Dies trotz des feuchtheißen Wetters und Dauerbeschusses durch Bremsen und Mücken - zwischen stachligen Brombeerranken und Brennnesseln. Auch der Austausch kam während der intensiven Arbeit und in der „Pause mit süßer Jause“ nicht zu kurz. Hatte doch jeder einiges an Erfahrung „im Rucksack“ mit dabei.

Als um 13 Uhr Bilanz gezogen wurde, waren 12 große 240l-Säcke mit Springkraut zum Abholen für die Vernichtung parat. Eine Fläche von ca. 500m2 war von den Pflanzen befreit.

Die fremdländischen Pflanzen konnten damit an der Südwestflanke des Schutzgebietes erfolgreich zurückgedrängt werden. Angesichts des schnellen Wachstums auch in anderen Bereichen um das Schutzgebiet werden wohl heuer noch weitere Arbeitseinsätze folgen …

 

Das Betreuerteam der Rheticus-Gesellschaft sagt herzlichen Dank für die mehrfache tolle Hilfe !

 

(Text und Fotos Markus Stolze, Juli 2026)

Kampf gegen das Vordringen des invasiven Springkrauts in das Schutzgebiet: Barbara Harder und Gabriele Rohregger aus Gisingen im Einsatz.

Kampf gegen das Vordringen des invasiven Springkrauts in das Schutzgebiet: Barbara Harder und Gabriele Rohregger aus Gisingen im Einsatz.

Die schlagkräftige Truppe (hier ohne den Ersten Schutzgebietsbetreuer Markus Stolze – hinter der Kamera) nach getaner Arbeit – gut verschwitzt und mit ausgezupftem Springkraut als Trophäe.