Junge EntdeckerInnen zu Ostern auf Naturtour
Auf der Wanderung in die Alten Rüttenen
Vorbereitung für die Eimerkette am Pausenplatz
15 Kinder dabei
Jenny Lovisi, Abteilung Umwelt, Energie, Klima der Stadt Feldkirch und Dr. Richard Werner vom Bereich Natur und Umwelt der Rheticus-Gesellschaft empfingen die 15 gespannten Kinder. Mit zwei begleitenden Vätern und einer Fotografin wanderten sie in die Alten Rüttenen. Auf dem Weg dorthin wurden die Entdecker:innen bereits auf verschiedene Lebewesen aufmerksam und konnten einen der zwei Demo-Laubfrösche einmal in der Hand halten.. Sie schärften die Ohren für das morgendliche Vogel “Konzert“.
Vogelfütterung hautnah
Vor Ort riefen sie im Chor den 1. Schutzgebietsbetreuer Dr. Markus Stolze herbei, welcher mit Dr. Richard Werner und eigener Familie einiges für die jungen Leute vorbereitet hatte. Markus eilte freudestrahlend in Gummistiefeln herbei. Dann ging es kurz durch zwei Spezial-Wannen mit Desinfektionsmittel um keine möglichen Pilze oder Keime ins Lehrbiotop zu schleppen.
Schon wenige Schritte später blieb die ganze Truppe am Wiesenrand stehen und verfolgte die Fütterung von Meise, Amsel und Co. - von Auge, mit Fernglas und am Kameradisplay. Angesichts der großen Besucherschar waren die Vögel anfangs etwas schüchtern. Nachdem das „Eis gebrochen“ war, ließen sich abwechselnd ein paar Kohl-, Blau- und Sumpfmeisen sehen, während andere Vögel im Hintergrund noch zauderten.
Rettung des Tümpels
Dann ging es weiter in das Biotop hinein. Hier wurde von den Mädels und Buben sofort tatkräftig mitangepackt. Sie bildeten eine Eimerkette, um einen austrocknenden Tümpel wieder mit Wasser zu füllen und den Froschbabys („Kaulquappen“) darin das Leben zu retten. Etwa 30 Eimer mit 2 Liter Wasser wurden von Hand zu Hand gereicht und in den Teich geleert. Geschafft – Rettung geglückt!
Nach einer verdienten Pause kam ein Highlight für die Entdecker:innen: In mehreren vorbereiteteten Aquarien konnten die Kinder Wasserdrachen-ähnelnde Molche, Eipakete und Kaulquappen von Fröschen bestaunen. Markus Stolze vermittelte den Kindern einiges über Frosch, Molch & Wasserkäfer. Sie erfuhren, wie die Molchpapas für die Molchmamas tanzen, um die Hochzeit zu beginnen. Die nebenan ausgestellten Gelbrandkäfer und Ruderwanzen, die diese gern fressen, wurden mit großem Respekt bestaunt und warfen viele neugierige Fragen auf. Wie fühlt sich die Kaulquappe, wenn sie vom Wasserkäfer verspeist wird? Wie schmerzhaft ist es, wenn einen die Wasserwanze pikt?
Verdiente Jause
Nach der gemeinsamen Arbeit und den interessanten Eindrücken fingen plötzlich die Mägen an zu knurren, damit ja die geplante Jause nicht vergessen ging … !
Gestärkt begab sich die junge Truppe in das Open-Air-Auditorium inmitten von Wiesen, Tümpeln und Büschen. Gemeinsam wurde versucht, das „Wer frisst wen am Teich?“ zu ergründen. Eine Wasserpflanze machte den Anfang, gefolgt von Wasserfloh, Froscheiern, Kaulquappen … Nach und nach folgten Bilder von immer größeren Tieren, wie Eidechse, Schlangen und Vögeln, die an einer „Tafel“ mit Kluppen aufgehängt wurden. Manchmal wird der Gejagte auch zum Jäger, wenn er es geschafft hat, groß genug zu werden… Angesichts der schnell fortschreitenden Zeit blieb die eine oder andere Frage für das nächste Mal im Jahr 2027 aufgespart.
In einem letzten Spiel versuchten fünf junge Frösche (Kinder), eine von zehn Autos (ebenfalls Kinder) befahrene Straße zu queren, um zu ihrem Fortpflanzungsgewässer zu gelangen. Schnell wurde klar, dass ein Überqueren der Straße fast unmöglich scheint. Den meisten Entdecker:innen wurde spätestens hier klar, dass wir Menschen den Fröschen und Molchen helfen müssen, damit sie den Weg zu ihren Laichgewässern durch den Pkw-Verkehr überleben !
So schnell kann ein Vormittag vorbei sein, wenn es gemeinsam Spannendes zu entdecken gibt. Nach einem gemeinsamen Foto erhielten die Entdeckerinnen eine Bildkarte mit Tieren zum Andenken. Die Kolonne der jungen Leute setzte sich Richtung Startpunkt in Bewegung – dabei auch durch den kleinen Buchenwald, wo die Jungbäume in gleichen Abständen gepflanzt waren.
Die OrganisatorInnen hoffen, dass die Entdecker:innen viel Freude an der Veranstaltung hatten und interessante Eindrücke mitnehmen konnten.
(Text Markus Stolze und Richard Werner, Fotos Jenni Lovisi (LV) und Markus Stolze (MS), April 2026)
Bestaunen der Molche («Wasserdrachen»), Kaulquappen und Wasserinsekten





































