40 Jahre Rheticus-Gesellschaft

             Herzlich willkommen auf unserer Homepage! 

Exkursion nach Meersburg

Albert Ruetz zitierte aus einem Gedichtband der berühmten deutschen Dichterin Annette von Droste-Hülshoff, die während ihres Aufenthaltes am Bodensee auf der Meersburg wohnte.

 

30 Teilnehmer kamen am 30. Juni 2018 in den Genuss einer hoch interessanten Exkursion mit Obmann Albert Ruetz.


Mit dem Bus ging es ab Feldkirch nach Meersburg, die heute zu den berühmtesten Fachwerkhäuserstädten Deutschlands gehört. Schon von weitem sahen wir das alte Schloss, das König Dagobert zugeschrieben wird.

 

Barocke Pracht im Schloss Meersburg

Besonders beeindruckend war die Besichtigung vom „Neuen Schloss“, das Wahrzeichen der Stadt und eine der großen Attraktionen am „schwäbischen Meer“.  Es ist schon einmalig, wie das Neue Schloss Meersburg über dem Bodensee thront – mit schier grenzenloser Sicht über eine der reizvollsten Landschaften Europas. Bereits die Fürstbischöfe von Konstanz wussten diesen Ort mit dem schönsten Blick über den See bis hin zum Säntis zu schätzen und zu genießen. Im 18. Jahrhundert ließen sie das Neue Schloss zur Residenz ausbauen und verpflichteten dafür berühmte Künstler. Die prächtige Architektur, phantasievolle Stuckaturen und außergewöhnliche Fresken und Wandmalereien erinnern an die höfische Welt der Barockzeit. Carlo Luca Pozzi schuf den originellen Stuck, Giuseppe Ignazio Appiani die heiteren Deckenfresken in zarten Pastellfarben. Filigrane und asymmetrische Formen bestimmen die Ausstattung, welche so bis heute erhalten sind. Beim Rundgang in der Belétage mit den Staatsappartements und Privaträumen – das heutige Schlossmuseum – sahen wir auf eindrucksvolle Weise die Wohn- und Lebenskultur der Fürstbischöfe - 300 Jahre Geschichte wurden lebendig. Nach dem Besuch der Schlosskapelle gab es eine stärkende Kaffeepause, bevor es weiter zum alten Schloss ging.

Die älteste bewohnte Burg Deutschlands

Hoch über dem Bodensee erhebt sich "Die Meersburg" und ihre markante Ansicht macht sie zu einem Wahrzeichen der Region. Schon Ende des 19. Jahrhunderts der Öffentlichkeit zugänglich gemacht, gehört sie zu den Hauptattraktionen am Bodensee, und der Besuch des Museums wird zu einem unvergesslichen Erlebnis. Mehr als 30 eingerichtete Räume lassen das Mittelalter lebendig werden. So sieht man eine alte Burgküche, die Dürnitz, den Palas, die Waffenhalle, Rittersaal, Burgverlies, Stall, Folterkammer und vieles mehr.

 

Schon beim Eingang wurden wir von Burgbewohnern empfangen. Von der Zeit des 18. Jahrhunderts begeisterte Menschen zeigten uns das mittelalterliche Alltagsleben in den uralten Räumen des Burgmuseums. Neben historischen Handwerksdarstellungen gab es Söldner, die ihre Waffen und Rüstungen zeigten, in der Burgküche wurde nach mittelalterlichen Rezepten gekocht, es wurde musiziert, getanzt und es gab Einblicke in die Schlafkultur, da manche Mitglieder auf Stroh in der Burg übernachten. Die Akteure lebten ihre Rolle voller Begeisterung und gaben gerne Antwort auf die Fragen zu ihrem Hobby. So durften wir über die damaligen Lebensumstände und Lebensgewohnheiten viel erfahren.

 

Auf den Spuren der Annette von Droste-Hülshoff

In den Jahren 1841 bis 1848 lebte die berühmte deutsche Dichterin Annette von Droste-Hülshoff während ihrer Aufenthalte am Bodensee auf der Meersburg. Sie starb auch auf der Burg am 24. Mai 1848. Ihre Wohnräume und das Sterbezimmer wurden besichtigt und an diesem geschichtsträchtigen Ort las Albert Ruetz uns passende Kostproben aus ihrem Gedichtband. Anschließend war es Zeit für eine ausgiebige Mittagspause und bei den zahlreichen schönen Restaurants im Städtle oder an der See- Promenade wurden die Rheticusianer schnell fündig.

 

Die Magische Säule auf der Hafenmole

Abschließend besuchten wir noch die seltsame, träumerische Säule an der Hafenmole gestaltet vom Künstler Peter Lenk. Er zeigt satirische Portraits der Persönlichkeiten Amor Joseph Freiherr von Laßberg (1770-1855), Annette von Droste-Hülshoff (1797-1848) als Möwe, Franz Anton Mesmer (1734-1815) den Entdecker des „animalischen Magnetismus“ und Johann Joseph Gassner (1727-1779) als Teufelsaustreiber.

 

Es war wiederum eine gelungene und faszinierende Kulturfahrt zu Kleinoden in unserer Nachbarschaft, die uns eintauchen ließen in die Geschichte, perfekt nähergebracht von unserem Obmann Albert Ruetz, Danke dafür.

 

(Bericht und Fotos Helmut Köck, Juli 2018) 


Facebook Twitter