Auf den Spuren von Franz Michael Felder 

Mag. Burkhard Wüstner leitete die Exkursion im Bregenzerwald.

Die geführte Wanderung am 27. Mai 2017 auf dem sogenannten „Felder-Weg“, führte von Schoppernau ins Vorsäß Hopfreben.  Das TeilnehmerInnen besuchten zunächst das Felder-Museum in Schoppernau und wanderten nach dem Mittagessen zum Felderdenkmal auf dem Friedhof. 

Vom F.M.-Felder- Geburts-und Wohnhaus ausgehend führte der Weg vorbei an Gedenksteinen mit kommentierten Tafeln mit Werk- und Briefzitaten über Vorderhopfreben, vorbei an der Villa Maund,  bis nach Hinterhopfreben,  zum früheren Heilbad „Bad Hopfreben“. Die Villa Maund wurde in den Jahren 1892-95 vom englischen Architekten William Morris im südenglischen Landhausstil für den Bankier und Alpinisten Sir John Oakley Maund auf dem Hügel zwischen Vorder- und Hinterhopfreben errichtet. Von 1908 bis 1914 war Kronprinz Wilhelm von Hohenzollern „Afterpächter“ der Jagd und Mieter der Villa.

Bad Hopfreben war ursprünglich im Besitz von Kloster Weingarten und hatte seit dem 17. Jahrhundert eine Schwefelheilquelle.  Anfang des 18. Jahrhunderts begann der Ausbau mit neuen Badehütten.  1789 wurde das Badehaus durch ein Unwetter zerstört, 1899 entstand  das Gebäude im heutigen Aussehen, geplant vom Architekten Johann Bertolini. Seit einem halben Jahr wird das Landgasthaus Bad Hopfreben wieder bewirtet. Hopfreben spielte im Leben Franz Michael Felders eine wichtige Rolle, denn er lernte dort bei seinen Vorsäßaufenthalten Anna Katharina Moosbrugger, seine spätere Frau erst richtig kennen.

Felder schreibt in seiner Autobiographie „Aus meinem Leben“:  „Ende Mai, wenn einmal die Dorfviehweide wie abgemäht aussah, trieb ich alljährlich meine ganze Habe durch die Achschlucht hinein gegen Hopfreben, wo 130 Kühe und etwa halb so viele Menschen sich im Frühling fünf und im Herbst drei Wochen lang recht herzlich wohl sein lassen.“


Zum Abschluss der Exkursion wurde von Exkursionsleiter Burkhard Wüstner und dem Musiker Philipp Lingg das Programm „Aus der Welt des Herzens“ (Lesung & Musik) in der vor in der Gaststube des Gasthauses Bad Hopfreben dargeboten. Das Programm basierte auf gemeinsamen Tagebucheintragungen von Franz Michalel Felder und Anna Katharina Moosbrugger (Nanni).  Briefe von beiden und Auszüge von Felders Autobiographie „Aus meinem Leben“ bildeten den weiteren Hintergrund der Lesung. Im Mittelpunkt der Auswahl standen Herzensangelegenheiten, gemeinsame literarische Interessen und Anspielungen, aber auch Probleme wie der Widerstand, den Nannis Familie und die öffentliche Meinung ihrem Verhältnis bis zur Verheiratung entgegensetzten.  Das Ende ihrer glücklichen Beziehung erfolgte mit ihrem frühen Tod leider allzu früh.

(Text Burkhard Wüstner, Fotos Johannes Spies, Juni 2017)


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