Rheticusdenkmal an der Veitskapfgasse

Kaum bekannt ist, dass gegenüber der Veitskapfgasse 4, oberhalb der Kapfschlucht, sich ein Denkmal in Form einer Kugelsonnenuhr für Georg Joachim Rheticus steht.

 

Errichtet wurde dieses von Josefine Steck, der Gattin des Feldkircher Amateur Astronomen, Kunstmaler und ehemaligen Kaufmann in Gedenken an ihren Gatten Eugen. Die Einweihung der Sonnenuhr fand anlässlich eines Besuchs der Ostschweizerischen Astronomischen Gesellschaft, der auch Eugen Steck angehörte, am 18. Juni 1988 statt.

 

Geschenk an die Stadt

Eugen Steck starb am 7. Juli 1985 im 84. Lebensjahr. Josefine Steck-Zerlauth (1912 – 2001) schenkte den größten Teil des astronomischen und künstlerischen Nachlasses ihres Gatten der Stadtbibliothek Feldkirch. Darüber hinaus schenkte sie, in Erfüllung eines lang gehegten Wunsches ihres Gatten, der Stadt Feldkirch eine Kugelsonnenuhr, mit einer Erinnerungstafel an Georg Joachim Rheticus, die sich auf dem Feldkircher Veitskapf, nahe dem einstigen Wohnort Stecks befindet.

 

Erinnerungstafel

Auf der Erinnerungstafel, die Frau Steck an der Sonnenuhr anbringen ließ, liest man:

Wie die Stunde flieht das Leben. Zur Erinnerung an Georg Joachim Rheticus, Astronom und Mathematiker, geb. 16. Feb. 1514 in Feldkirch – gest. 4. Dez. 1574 zu Kaschau in Ungarn. Besuchte die Lateinschule in Feldkirch und studierte bei Myconius in Zürich Mathematik. Wurde 1537 Professor in Wittenberg. War von 1537 bis 1547 einziger Schüler bei dem großen Nikolaus Kopernikus in Frauenburg – lehrte darauf in Wittenberg – Nürnberg – Leipzig, dann in Polen und Ungarn. Als Feldkircher Bürger kehrte er oft in seine Heimatstadt zurück. Gewidmet von Eugen Steck. Amateur Astronom, Feldkirch Veitskapfgasse 4.“


(Bericht und Foto Manfred Bauer, 16.02.2014, Quelle Stadtbibliothek).

 

 


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