Exkursion zum Reichsparteitagsgelände Nürnberg

 

Auf Einladung der Rheticus-Gesellschaft begab sich eine Gruppe von 25 historisch Interessierten unter der Reiseleitung von Dipl.Päd. Johannes Spies und der Historikerin Mag. Susanne Emerich am 26. April 2014 zu einer eintägigen Exkursion zum ehemaligen Reichsparteitagsgelände in Nürnberg, das seit dem Jahr 2001 ein Dokumentationszentrum beherbergt.

 

Reichsparteitage, "Nürnberger Gesetze" und "Nürnberger Prozesse" verbinden bis heute den Namen Nürnbergs mit der Herrschaft der Nationalsozialisten. Noch heute zeugen auf dem ehemaligen Reichsparteitagsgelände im Süden Nürnbergs gigantische Baureste vom Größenwahn des nationalsozialistischen Regimes. Dort, in der unvollendet gebliebenen, für 50.000 Menschen ausgelegten Kongresshalle befindet sich das Dokumentationszentrum Reichsparteitagsgelände - geplant vom österreichischen Architekten Günther Domenig.

 

Interessante Dauerausstellung

Eine zweistündige Begehung der Dauerausstellung "Faszination und Gewalt" brachte den Exkursionsteilnehmern unter der fachkundigen Führung von Ingrid Petermann die Ursachen, Zusammenhänge und Folgen der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft näher. Im Mittelpunkt stand dabei die Geschichte der Reichsparteitage, die als gewaltige Massenveranstaltungen von der NS-Propaganda zur Inszenierung der "Volksgemeinschaft" genutzt wurden. Beim abschließenden Rundgang zur Tribüne des  Zeppelinfeldes wurde unter anderem über die aktuelle Nutzung des Geländes diskutiert.

 

(Bericht Susanne Emerich, Fotos Helmut Köck, April 2014)



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