Exkursion zum neuen Egelsee in Tisis

 

Mit dem Bus der Linie 3 ging es am 14. Juni 2014 nach Tosters und ein kleiner Spaziergang führte mich zum Egelsee. Die Sonne lachte vom Himmel und so konnte ich bald elf Teilnehmer begrüßen.

 

Zu besichtigen gab es den neuen Egelsee, der eher einem Teich mit Schilfrändern an einigen Abschnitten glich. Er dient als Rückhaltebecken, der die Hochwassergefahr für die Anrainer der Esche deutlich vermindern soll, denn bei Starkregen könnte laut den Planungen der Egelsee rund 40.000 m³ Wasser aufnehmen. In die Esche fließt das Wasser vom Tisner Tobelbach, Mühlbach und Pritschenbach und leitet es über Mauren und Eschen bei Bendern in den Liechtensteinischen Rhein-Binnenkanal. Beim Abfluss gibt es eine Wehranlage, die bei Starkregen (über 50 mm in 24 Stunden) eine Rückhaltung herbeiführt.

 

Bestimmung des pH-Wertes

Da das Einzugsgebiet mehrere Quadratkilometer umfasst sind dann Wassermassen von geschätzt 100.000 Kubikmeter in 24 Stunden zu erwarten. Diese Niederschläge entsprechen der durchschnittlichen extremen Tagessumme (DET) in klimatologischer Sicht – siehe Klima von Vorarlberg, Band II, Seite 125. Alle Teilnehmer konnten am Nordrand eine Wasserprobe ziehen und mit Hilfe von Farbstreifen war eine Bestimmung des pH-Wertes möglich. Dieser lag bei 7,3 und daher ist der Teich chemisch im basischen Bereich angesiedelt. Die Zuflüsse aus dem Westen (Schellenberg) und Osten sind durch moorartige Seitenflächen und hohe Düngung der Wiesen und Äcker mit Stickstoff verknüpft. Eine Grünalgen-Schichte, die rund 33 Prozent des Sees bedeckt, beweist dies augenscheinlich.

 

Das neue Feuchtgebiet bietet für viele Tiere und Pflanzen einen attraktiven Lebensraum. Neben Reihern, Enten, Ratten und Fischen gibt es viele Libellen und natürlich Frösche. Im und um den Teich leben Insekten in großer Vielfalt. Gemütlich sind die Sitzbänke, die den Uferstreifen begleiten. Aus gewässerökologischer Sicht wird der See überwacht und wir freuen uns auf die Berichte des Umweltinstitutes. Sie werden sicher in den lokalen Nachrichten oder im Rheticus-Heft auftauchen. 

 

Die elf Teilnehmer zogen nach einer langen Runde mit „Frage und Antwort“ nach Hause. Es gab dabei die Spaziergänger, die Radfahrer und die Autoreisenden.


(Bericht und Fotos Richard Werner, Juni 2014

 



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