Buch "Historische Ansichten der Stadt Feldkirch" 

Am 18. November 2011 konnte die Rheticus-Gesellschaft wiederum ein neues Buch der Öffentlichkeit präsentieren: „Historische Ansichten der Stadt Feldkirch“ Aus der Graphischen Sammlung der Stadtbibliothek Feldkirch.


Autor dieses Buches ist der mit Ende des Jahres in den Ruhestand tretende Stadtbibliothekar Karlheinz Albrecht. Er hat als Abschiedsgeschenk gemeinsam mit der Rheticus-Gesellschaft diesen Bildband mit historischen Ansichten von und aus Feldkirch herausgebracht. Auf 260 Seiten werden die schönsten und interessantesten Stadtansichten aus der von ihm während der vergangenen 30 Jahre aufgebauten graphischen Sammlung präsentiert.

 

Geschenk zum 65er

Vereinsobmann Mag. Albert Ruetz begrüßte die zahlreich erschienenen Gäste. Sein besonderer Gruß galt der Familie Albrecht. Frau Stadtrat Dr. Barbara Schöbi-Fink überbrachte die Grüße der Stadt Feldkirch und gratulierte der Rheticus-Gesellschaft zu ihrem neuesten Werk in ihrer Schriftenreihe (Bd.54). Sie überreichte Dr. Albrecht zu seinem 65. Geburtstag ein kleines Geschenk. Danach trat der Buchautor an das Rednerpult, sprach über die Zielsetzung des Buches und präsentierte in einem Vortrag die für ihn wichtigsten Bilder aus seinem Werk. Zu jedem dieser historischen Darstellungen gab er Erklärungen über den Künstler, das Motiv und die geschichtlichen Hintergründe. AM Ende seines Vortrages bedankte er sich bei den Verantwortlichen der Stadt Feldkirch, konkret den Bürgermeistern Dr. Heinz Bilz und Mag. Wofgang Berchtold für die finanzielle Unterstützung beim Aufbau der graphischen Sammlung der Stadt Feldkirch. Dr. Albrecht definierte die Stadtbibliothek und deren graphische Sammlung als die „wahre Sparkasse“ der Stadt Feldkirch. Obmann Mag. Ruetz sprach dem Buchautor den Dank der Rheticus-Gesellschaft aus und gratulierte ihm in einer amüsanten Rede zu seinem Geburtstag.

 

Die Gäste nutzten danach die Gelegenheit, am Büchertisch das neue Buch zu erwerben, sich danach beim Buffet zu stärken und sich dem Smalltalk zu widmen.

 

Buchinhalt

In der Einleitung fasst Dr. Albrecht die wichtigsten Epochen der Stadtgeschichte zusammen und stellt den Aufbau der Sammlung vor. Der Bildband beginnt mit historischen Landkarten, auf denen Feldkirch zu sehen ist. Neben allgemeinen Informationen über das Blatt, den Künstler oder Drucker finden sich auch Basisinformationen zum jeweiligen Bild, über das abgebildete Motiv. Im zweiten Teil werden alte Stadtansichten von Feldkirch, vom Mittelalter bis in die Neuzeit, dargestellt. Das Herzstück des Buches sind die „Veduten“ des 19. Jahrhunderts, kleine Bilder, Aquarelle, Stiche, Gemälde, die Feldkirch im Biedermeiers darstellen. Bemerkenswert an diesen Veduten sind neben den dargestellten Gebäuden auch die als Staffage dienenden Personen. Man findet darauf den Säumer mit seinem Packpferd, den Kutscher, den Spaziergänger und Soldaten in der Kleidung ihrer Zeit. Bei den vom Tiroler Czichna hergestellten Veduten überschreitet Albrecht die Stadtgrenzen.


Längst Vergangenheit

Er nimmt auch die Ansichten von Rankweil, Götzis und Bregenz in seinem Buch auf. Bei den Feldkircher Veduten finden sich auch Darstellungen von längst abgetragenen Gebäuden wie dem alten Bad Nofels, der Kapelle auf dem Veitskapf oder der Seifenfabrik in der Felsenau.

 

In einem dritten Teil finden sich Veduten aus der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts. Es sind dies Zeichnungen, Lithographien und Aquarelle mit Feldkircher Ansichten von heute leider und zu Unrecht fast oder ganz vergessenen Künstlern. Im letzten Teilbereich hat Albrecht Stadtansichten von bekannten Künstlern der Gegenwart zusammengetragen. Abschließend finden sich ein Glossar mit Fachausdrücken zur Graphik, ein Literaturverzeichnis sowie ein Ortsregister.

 

Mit diesem Buch kann der Leser eine Bilderreise in das Alte Feldkirch unternehmen, sich kurz über die Geschichte des einen oder anderen Gebäudes oder Wahrzeichens unserer Stadt informieren. Es gibt aber auch einen Blick hinter die Kulissen der Arbeiten einer Stadtbibliothek, zeigt auf, welche Früchte das Sammeln und Bewahren von Feldkircher Kulturgut tragen kann. Die Rheticus-Gesellschaft dankt dem Autor für die Herausgabe dieses Nachschlagewerkes zur Feldkircher Stadt- und Kunstgeschichte.




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