40 Jahre Rheticus-Gesellschaft

Das Schul- und Lehrbiotop "Alte Rüttenen"

Neben der Abhaltung von zahlreichen naturkundlichen Exkursionen und Vorträgen, aber auch vielen veröffentlichten Arbeiten in unseren Viertelsjahres-Schriften, setzt sich die Rheticus-Gesellschaft besonders für den Schutz der äußerst bedrohten Amphibien ein.


Dieses Schulbiotop der Rheticus-Gesellschaft wurde nach nur 1 ½ jähriger Vorbereitung am 6. Juli 1984 eröffnet.

Kurzbeschreibung:

  • Standort: Alte Rüttenen in der Gisinger Au
  • Größe: ca. 17.000 m²
  • Verwaltung: Rheticus-Gesellschaft, Palais Liechtenstein, Schlossergasse 8, 6800 Feldkirch
  • Grundbeistellung: Stadt Feldkirch
  • Finanzierung: World Wildlife Fund Vorarlberg

Das Lehrbiotop wurde mit Verordnung der Vorarlberger Landesregierung vom 26. Juni 1984 zum geschützten Landschaftsteil gemäß § 5 des Naturschutzgesetzes erklärt.


Für die bedeutende Erweiterung der bereits bestehenden Wasserfläche und bessere Ausstattung des Biotopes war die sehr großzügige finanzielle Unterstützung des WWF Vorarlberg von größter Bedeutung. Sie basierte damals auf dem Nachweis aller, bis auf den Alpensalamander (Salamandra atra), in Vorarlberg vorkommenden Amphibienarten.


Die sind:

  • Schwanzlurche:
  • Bergmolch (Triturus alpestris)
  • Kammmolch (Triturus cristatus)
  • Teichmolch (Triturus vulgaris)
  • Froschlurche:
  • Erdkröte (Bufo bufo)
  • Brauner Grasfrosch (Rana temporaria)
  • Wasserfrosch (Rana esculenta)
  • Kleiner Teichfrosch (Rana lessonae)
  • Gelbbauchunke (Bombina variegata)
  • Laubfrosch (Hyla arborea)
  • Zudem finden sich an Kriechtieren:
  • Barren-Ringelnatter (Natrix natrix helvetica)
  • Zauneidechse (Lacerta agilis)
  • Blindschleiche (Anguis fragilis)

Seit 1993 macht sich leider der an sich nicht zur heimischen Fauna zählende Seefrosch (Rana ridibunda) breit. Dies bestätigt ein Gutachten der Ersten zoologischen Abteilung des Naturhistorischen Museums Wien. Durch den Seefrosch sind bereits spürbare Verdrängungeseffekte, besonders beim Wasserfrosch, Teichfrosch und Laubfrosch spürbar. Da der Seefrosch tiefere Gewässer bevorzugt, wurden seit dem Jahre 2000 zusätzliche 7 Flachwasserteiche zum Schutz der anderen Arten erstellt, die sich bestens bewährt haben. Auf rund 7.000 m² müssen zur Erhaltung der verschiedenen Lebensraumansprüche der aufgezählten Arten immer wieder Pflegemaßnahmen ausgeführt werden. Die dafür notwendigen Mittel werden laufend von der Gesellschaft aufgewendet.




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